Exkursion interessierter Bürgerinnen und Bürger nach Eichstetten am Kaiserstuhl.

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Die Frage, wie wir es angesichts der demografischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte schaffen können, mit Herz und Verstand das Zusammenleben einer Region zu stärken, wurde in den 90er Jahren bereits in Eichstetten am Kaiserstuhl gestellt. In dem kleinen Ort in der Nähe Freiburgs, eingebettet in eine faszinierende Landschaft inmitten zahlreicher, vom Klima verwöhnter Weinberge, kann man erfahren, wie die Umsetzung wegweisender Ideen gelingen kann. Bereits 1998 gründeten visionäre engagierte Menschen eine Bürgerstiftung, die es sich zur Aufgabe macht, in eigener Initiative den Eichstettern, trotz Pflege- und Unterstützungsbedarf, so lange wie möglich einen Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Hierzu wurde seinerzeit das weitsichtige und mutige Motto: „Das Dorf übernimmt den Generationenvertrag“ in die Tat um gesetzt. In der Folge wurde mitten im Ort mit dem Schwanenhof eine architektonisch clevere, barrierefreie und helle Wohnanlage geschaffen, die es Menschen ermöglicht, im Zentrum und somit dem Herzen der Ortsgemeinschaft alt zu werden. Zudem gibt es dort neben einem Bürgerbüro, einem integrativen Tagescafé zahlreiche Betreuungsangebote sowie eine Pflegewohngruppe.

 

ehmes„Ehmes“: Eifeler Platt für „Jemand“. Sein Name ist in aller Munde. Denn nicht selten und nur allzu gerne wird ihm die Verantwortung für viele größere und kleinere Aufgaben in unseren Orten übertragen. „Ehmes mehsst ehs ...“ („Jemand müsste mal ...“), lauten die vermeintlich magischen Worte, mit denen Menschen versuchen, ihn in Aktion zu versetzen. Doch die langjährige systematische Beobachtung zeigt, dass sich der „Ehmes“ nur äußerst selten angesprochen fühlt...

 

Gemeinsam Wirken. Auf dem Weg zur Sorgenden Gemeinschaft

Um Engagement, Eigeninitiative und gegenseitige Unterstützung zu stärken, haben acht Orte in der Verbandsgemeinde Daun begonnen, sich in Sorgende Gemeinschaften zu entwickeln. Sorgende Gemeinschaften sind Orte, in denen

  • sich alle Generationen gegenseitig unterstützen.

  • eine Teilhabe Aller an der Gemeinschaft ermöglicht wird.

  • die Menschen selbstverantwortlich und vorausschauend mitgestalten, organisieren, anpacken und mitdenken.

  • die Menschen Hilfestellungen zum Erhalt des selbstbestimmten Lebens bis ins hohe Alter geben.

Um diesen spannenden Weg vorzubereiten, haben sich engagierte Menschen u.a. aus Boverath, Rengen, Mückeln, Niederstadtfeld, Rengen, Sarmersbach und Üdersdorf kürzlich zu einem ersten intensiven Workshop im Bürgersaal in Boverath zusammengefunden. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit dem Verein Bürger für Bürger e.V. eine Rückgratorganisation für Sorgende Gemeinschaften aufzubauen, die die beteiligten Orte auf Ihrem Weg begleitet und unterstützt. Gefördert wird ihre Arbeit durch das Programm „Engagierte Stadt“.

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 Gemeinsam auf dem Weg in eine Sorgende Gemeinschaft. Erster Workshop in Boverath | Februar 2016

 

 

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Weitere Informationen zum Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" unter:

https://www.engagiertestadt.de/

 

 

Sorgende Gemeinschaften: In der Dauner Region wird die Zukunft unseres Zusammenlebens entwickelt.

Der Verein Bürger für Bürger e.V. wird für ein höchst innovatives Konzept mit einer Förderung im bundesweiten Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ ausgezeichnet.

logoWie wollen wir künftig zusammenleben, in Zeiten, in denen uns der demographische Wandel vor große Herausforderungen stellt? Wie können wir die Ideen und Potentiale der Menschen vor Ort in einer Weise stärken, fördern und wertschätzen, dass diese sich tatkräftig und mit Begeisterung engagieren? Für viele Menschen, auch im ländlichen Raum der Verbandsgemeinde Daun, wird es immer schwieriger, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben zu können und an einer gewachsenen Gemeinschaft von Jung und Alt teilzuhaben. Zudem verändern sich generationenübergreifende, innerfamiliäre und nachbarliche Strukturen, sodass bewährte Formen der gegenseitigen Hilfe weniger werden.

Was in Daun nun entwickelt und aufgebaut wird, könnte bald auch in ganz Deutschland Modell für ein verändertes Zusammenleben in den ländlichen Regionen werden.